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Stand: 9. September 2018 

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"The Chronical-Letters"

Das Haus
Datum: 25. Mai 2000
Verfasser: Sese „Goron“ Herler
   

 

Rao zu Grusse werter Freund !

Ich hoffe Ihr habt die Feiern, die uns zu Ehren in der Stadt der Hoffnung in dieser dunklen Zeit abgehalten wurden, gut überstanden habt.

Nachdem Ihr momentan Busse tut, um mit Euren Geist von so manchem schändlichen Einfluss der Festlichkeiten ins Reine zu kommen, ereilte mich eine Botschaft eines alten Freundes. Mir einem lachenden und einem weinenden Auge las ich seine Botschaft, dass er mir nach seinem Tode sein bescheidenes Heim vermacht hatte.

Als wir das Haus inspizierten, trafen wir in einem geheimen, gut verborgenem Kellergewölbe auf eine in einem Kraftfeld gefangenem Taraske. Dieses äußert gefährliche Monster ist im Stande, ganze Landstriche innerhalb kurzer Zeit so zu verwüsten, dass diese Jahre bzw. Jahrzehnte benötigen, bis sich wieder der erste grüne Halm aus der Erde wagt. Nach kurzer Beratung beschlossen wir, den Circle of eight einzuweihen. Tenser wurde als Repräsentant geschickt, er beobachtete das Tier eine Zeitlang, dann entschloss er sich, es am nächsten Tage zu töten. Mit Hilfe mächtiger Magie (er hatte sich kurzzeitig, falls dies ein passender Ausdruck ist, außerhalb der Zeit bewegt) gelang es ihm, die Taraske aufzulösen.

Doch damit noch nicht genug, wir hatten ein Tor entdeckt, dass mit einem geheimnisvollen Z gekennzeichnet war. Obwohl ihr nicht anwesend wart, beschlossen wir, unserer Neugier nachzugeben und traten mehr oder weniger leicht durch das Tor. Dahinter standen wir direkt im Sternenhimmel, eine leuchtende Spur wies uns den Weg, dem wir ohne großes Zögern folgten. Auch wir selbst waren durchsichtig und bewegten uns seltsam schwebend zwischen dem samtschwarzen Himmel und seinen brillant ähnlich leuchtenden Sternen.

Nach einiger Zeit (???) erreichten wir ein zweites Tor. Dahinter sollten wir eine große Überraschung erleben und wie selten zuvor verwirrt werden. In einem kleinen gemauerten Gewölbe, stand eine Statue, die einen Narren versinnbildlichte. Dieser sprang plötzlich von seinem Sockel, tanzte zwischen uns herum und griff dann plötzlich unseren Freund und Alleinunterhalter, Nellain an, gleichzeitig schleuderte er aus seinen Augen magische Geschosse auf mich. Mein Verdacht, das das Tor von Zagig, dem ersten Erzmagier und erstem Lord Mayor von Greyhawk, geschaffen worden war, erhärtete sich. Nach langem und anstrengendem Kampf (die Statue war sogar gegen meine Magie geschützt), konnte Arthemis abermals den entscheidenden Streich gegen den steinernen Unhold führen ...

Übrig blieben neben einer Staubwolke nur ein paar unbedeutende Kiesel ....

Selkai hatte schon während des Kampfes das Nebenzimmer untersucht, das ein gemütlich eingerichtetes Wohnzimmer darstellte. Auch hier war ein ähnliches Tor wie in unserem Keller. Als wir uns alle in diesem seltsamen Platz eingefunden hatten, erschien plötzlich ein durchscheinender Geist...

Jeder andere wäre jetzt wohl schreiend geflohen, wir aber waren so erschöpft, das wir anfangs keine Regung zeigten. Der Geist fragte jeden, was er zu essen oder trinken wünschte ...

Zagig hatte es wohl schon vor Mordenkainen geschafft, in der Astralebene einen Wohnort einzurichten, das muss ich ihm beim nächsten Treffen noch erzählen, aber ich schweife von meinem Bericht ab.

Nach einem kurzen Umtrunk beschlossen wir, durch das Tor zu gehen, als plötzlich ein Goblin neben uns stand. Das Exemplar, selbst für diese Gattung Halbmensch hässlich, verbreitete einen widerlichen Geruch, der sich nur annähernd durch uraltes, ranziges Fett, faules Fleisch und jahrealten Goblinachselschweiß beschreiben lässt. Mit einem Blick auf die Kleidung dieses Gefährten stellten wir fest, dass er einen Koch darstellte. Nur mit einiger Selbstbeherrschung gelang es uns, unser gerade verspeistes Essen auch weiterhin zu behalten.

Der Goblinkoch riet uns vehement davon ab, durch das Tor zu gehen, da wir "kleine Pisser" das nicht überleben würden. Das war wohl offensichtlich zu viel für Nellains Stolz, er schleuderte einige magische Geschosse auf die kleine Gestalt. Der Goblin warf diese aber mit Hilfe einer bemerkenswert schlanken Keule, die sich in seiner Hand materialisiert hatte, auf Nellain zurück.

Bevor sich unser Barde aber selbst komplett röstete, überredete Artemis den kleinen Zeitgenossen zu einem Kartenspiel. Seine Taktik, den Goblin mit Hilfe von bestelltem Schnaps und Gift gesprächig zu machen, schlug allerdings fehl. Selkai und ich waren das Spiel bald überdrüssig und waren froh, das die Partie von seitens des grünhäutigen Gnoms beendet wurden, er verschwand einfach.

Doch als wir durch das Tor treten wollten, erschien dort plötzlich ein Kopf, der ein lautes "BUH" von sich gab und sich entweder für sehr witzig oder für sehr furchteinflößend hielt. Schon nach einigen Bruchteilen von Sekunden (es werden wohl nur ein bis zwei Körner Sand aus der oberen Hälfte der Sanduhr in die untere gefallen sein) erkannte ich, das es sich bei unserm Gegenüber um Zagig, the MAD ARCHMAGE, the UNPREDICABLE, handelte ...

ER äußerte sich etwas ungehalten, dass er uns doch gewarnt hätte, durch das Portal zu gehen, wir würden nur den Tod finden. Auf die Frage, was sich hinter dem Tor verberge, antwortete er nur es handelte sich um den 456. Abgrund einer Hölle. Außerdem warnte er Selkai einfach nochmals mit ihm Kontakt aufzunehmen, dies sei ihm nur erlaubt, wenn Iuz vor den Toren Greyhawks stünde. Ich konnte ihm noch einige nützlich Informationen im Bezug auf Castle Greyhawk entlocken, bevor er uns, sich über den zerstörten Wächter ärgernd, aus seinem "Wohnzimmer" durch das Tor führte...

Nach einer Reise durch den Astralraum, wie ich mir jetzt sicher war, standen wir wieder in unserem Kellergewölbe, das Tor hinter uns für immer (????) verschlossen...

Aber genug jetzt, die Kerze ist weit herunter gebrannt, ich begebe mich zu Bett, muss morgen an der Universität einige Experimente anstellen.

Ich hoffe, der Bote übergibt Euch die Nachricht schnell. Wir sollten das eine oder andere mündlich besprechen, Tenser meinte, man hätte ein neues Einsatzgebiet für unsere weiße Legion.

Mit besten Wünschen und Grüßen

Goron

   
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Fantasy-Stories from the former days

Written by:
  • Sese „Goron“
    Herler
  • Nicolas „Nellain“ Wachter
  • Alex „Artemis“ Miller