Elorien.ch

Stand: 9. September 2018 

Last Verzeichnis Next


"The Chronical-Letters"

Im Green Dragon Inn
Datum: 28.September 1999
Verfasser: Sese „Goron“ Herler
   


E
ine fröhliche Kneipe,
der Wirt und seine Kellnerinnen haben sichtlich Mühe, alle durstigen Kehlen zufrieden zu stellen, in einer Ecke sitzend gibt ein Barde sein Bestes, das Gegröle einiger mit einigermaßen wohl- klingenden Klängen zu übertönen, der geschulte Hörer mag behaupten, das ihm dies nicht immer gelingt, aber in dieser Umgebung ist das nicht so wichtig.

Man will sich amüsieren, nachdem man erfahren hat, das mit Hilfe der schon wohl bekannten weißen Legion ein wichtiger Sieg im Krieg gegen das dunkle Böse gelungen ist: der Orkimperator, der die Wild Coast in Angst und Schrecken versetzt und auch verwüstet und geplündert hatte, und seine Armee waren in Ulek vernichtend geschlagen worden.

Da wird die Tür aufgestoßen und ein verwirrt drein- blickender Endzwanziger in roten Roben betritt den  Schankraum. Der Wirt erkennt den Mann sofort und ruft ihm mit einem lachenden Gesicht zu: GORON, die anderen haben schon zwei Runden Vorsprung, Ihr solltet eich beeilen, ich glaube Meister Selkai ist heute nicht mehr einzuholen, er wird bald schon unterm Tisch schlafen! Darauf hin klärt sich der Blick des Magiers auf, jetzt wusste er wieder, warum er hierher gekommen war: er und seine Freunde hatten endlich wirklich (?) einmal Grund zu feiern !!!

Was war passiert?  Die weiße Legion hatte die schweren Verluste aus der Schlacht bei FAX nicht nur ausgeglichen, sondern man hatte sich auch noch gewaltig verstärkt, um den Orkimperator in seine Schranken zu weisen, er hatte lange genug gewütet. Bei der Schlacht von Ulek hatte man die dort kämpfenden Truppen unter- stützt und die Truppen des Unwesens vernichtet.

Nicht nur das, die berühmten Kommandanten der weißen Legion, die selbst an vorderster Front gegen die Schergen des Imperators gekämpft hatten, hatten einen tollkühnen (weniger beherzte Naturen würden verrückt bevorzugen) Plan geschmiedet: Man würde in den Palast eindringen und das Übel an seiner Wurzel packen.

Mit Hilfe eines gefangengenommenen Orkmagiers konnte ein Portal in den Thronsaal geöffnet werden, der mächtige Cor trat als erster hindurch, um die nach- folgenden Magier mit seinem Schild und treffsicheren Schwert zu schützen. Nur Sekundenbruchteile später schwebte Goron, der üblicherweise sehr abwesende und zerstreute Dozent für angewandte Thaumaturgie, von mächtigen Schutzzaubern umgeben, durch das Portal. Er begann sofort mit einem Ritual, das eine mächtige Schutzmauer erzeugen sollte, wartete aber nicht darauf, die magischen Energieflüsse zu spüren, sondern begann sofort sie zu formen, jeder andere unerfahrene Zauberlehrling hätte sich wahrscheinlich bei einem solchen Versuch spektakulär in die Luft gejagt, aber Goron konnte all seine Erfahrungen in die Wägschale des Schicksals werfen, so dass ihm und seinen Kameraden ein solches Schicksal erspart blieb, schon flimmert die Luft innerhalb des Thronsaals und bildete eine durchsichtige, aber undurchdringbare Schutzmauer.

Schon ging alles Schlag auf Schlag: der stolze Athalarich, gefolgt vom Elfenprinzen Anthaias, stürmte den Audienzsaal, um einigen finsteren Orks den Garaus zu machen. Doch da reagierte der Orkimperator zu ersten Mal, eine Barriere aus rasiermesserscharfen, rotierenden Klingen entstand zwischen den Helden und dem Hohepriester des Orkgottes.

Doch er hatte die Rechnung ohne Artemis, ein relativ neues Mitglied der Gruppe, gemacht. Der konnte auf einige Erfahrungen aus seiner, wahrscheinlich eher dunklen, Vergangenheit zurückgreifen und kletterte auf eine Statue des Orkgottes, um den Imperator von hinten anzugreifen. In der Zwischenzeit hatten Nellain und Selkai begonnen, mit Hilfe ihrer Magie einen Eissturm zu beschwören, der den Orks schwer zusetzte.

Doch plötzlich fiel die Klingenmauer, Athalarich und Nellain befanden sich einem tödlichen Zweikampf mit der  Leibwache des Imperators, als der Orkimperator, gleichzeitig höchster Vertreter seines Gottes auf dieser Welt, seine ganze grausame und schwarze Macht zeigte. Er hatte Horden von giftigen Insektenarmeen beschworen, die die Helden töten sollten.

Die ersten Käfer hatten bereits Nellain und Athalarich erreicht und begannen bereits, an den Helden empor zu klettern und ihr Gift zu verspritzen, da drang kalter Stahl, geführt von Artemis geschulter Hand, in die Kehle des Imperators, dessen kaltes Herz sofort zu schlagen aufhörte. Kaum hatte der Bösewicht sein Leben ausgehaucht, verschwanden auch die von ihm beschworenen Käfer ...

Die restlichen Kräfte, durch den Tod ihres Anführers entmoralisiert, stellten keine große Herausforderung mehr für die glorreichen und wieder einmal siegreichen Helden dar.

Sie kehrten zurück nach Greyhawk, um dort die Leiche des Imperators vor den Augen des Volkes zu verbrennen ...

Goron setzte sich zu seinen Freunden an den schweren dunklen Eichentisch und erhob seinen mit kühlem, schaumigen Greyhawker Dunklen gefüllten Humpen. Im Geiste beschloss er, das magische Problem, an dem er gearbeitet hatte, für die nächsten zwölf bis dreizehn Stunden zu vergessen.  

Mehr wenn ihr mich wiederseht

Sese "Goron"

 

   
Last Verzeichnis Next

 

Fantasy-Stories from the former days

Written by:
  • Sese „Goron“
    Herler
  • Nicolas „Nellain“ Wachter
  • Alex „Artemis“ Miller